Bisher war es für mich selbstverständlich, dass ich nach den Ferien gleich am ersten Tag für meine Kunden da war und bereits erste Coachinggespräche oder Workshops vereinbart habe. Immerhin war ich einige Zeit weg, da sollte es sofort wieder richtig losgehen!

Im Lauf der Zeit habe ich gemerkt, dass mich meine eigene Motivation ziemlich unter Druck setzt: Wenn ich nach dem Urlaub meine E-Mails abgerufen habe, hat mich das ziemlich erschlagen. Und weil ich so motiviert war, hatte ich keine Zeit, mir erstmal einen Überblick zu verschaffen, was alles los war und jetzt ansteht.

Einige Zeit habe ich das dann so ausgebügelt, dass ich schon einen Tag vorher mit dem E-Mail-Checken angefangen habe, dann war der Urlaub und das gute Feeling schon wieder vorbei. Besonders genervt hat mich, dass das meistens auch noch der Sonntag war, an dem ich sowieso nicht gerne arbeite.

Also musste sich etwas ändern!

Der erste Vormittag nach den
Ferien ist jetzt geblockt!

Wenn ich jetzt einen Urlaub plane, dann blockiere ich nicht nur die Tage, die ich weg bin, sondern auch den ersten Vormittag, an dem ich wieder arbeite. Bei einem längeren Urlaub von zwei oder mehr Wochen plane ich sogar den ganzen Tag ein.

So gehe ich an diesem Vormittag ganz konkret vor:

  1. Wenn ich ins Büro komme, rufe ich als erstes die Mails ab, die bis dahin eingegangen sind.
  2. Damit ich nicht gestört werde, schalte ich die Pop-up-Funktion für neue E-Mails aus, das heißt, ich kümmere mich nur um die „alten E-Mails“.
  3. Jetzt arbeite ich alles Schritt für Schritt die Mails ab: Überflüssiges wird sofort gelöscht; kleinere Aufgaben, die weniger als 2 Minuten dauern, gleich bearbeitet oder beantwortet; Aufgaben, was länger dauert, wird terminiert.
  4. Dann erstelle ich die Aufgabenliste für den Tag.

 

Vielleicht denken Sie jetzt: „Das kann die nur machen, weil sie selbstständig ist!“ – Weit gefehlt, es kann auch bei Ihnen funktionieren. Sind Sie angestellt, sind Ihre Kollegen wahrscheinlich nicht besonders begeistert, wenn Sie gleich am ersten Vormittag wieder nicht erreichbar sind. Darum sprechen Sie diese Vorgehensweise mit Ihren unmittelbaren Kollegen oder besser noch im Team ab. Denn, wenn Sie das allgemein so etablieren, profitieren alle im Team davon.

 

Einen klaren Überblick und Sie erhalten den Urlaubseffekt!

Bei mir hat sich diese Vorgehensweise äußert positiv ausgewirkt. Ich habe nicht mehr das Gefühl, einen Berg an unbearbeiteten Mails vor mir herzuschieben, dir mir im Nacken sitzen. Denn das erzeugt ganz schön Druck, weil man nicht weiß, ob etwas Wichtiges drinsteckt.

Seit ich mit dieser Strategie arbeite habe ich die Sicherheit, dass mir nichts mehr durch die Lappen geht.

So verschaffen Sie sich und Ihren Kollegen einen entspannteren Start in die Arbeit und der Urlaubseffekt bleibt viel länger erhalten.

Viel Erfolg bei der Umsetzung!!!

Ich wünsche Ihnen eine erholsame Urlaubszeit!!!

Zeitmanagement ist Unsinn!

In meinen Seminaren stelle ich den Teilnehmern gerne die Frage, was sie unter dem Begriff „Zeitmanagement" verstehen. In der Regel kommen dann Aussagen wie: mehr in derselben Zeit erledigen können, Prioritäten setzen oder Aufgaben nicht mehr aufschieben, sondern...

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