Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Organisation und das hat einen einfachen Grund: Ich war ein sehr unordentlicher Mensch und konnte innerhalb kürzester Zeit eine ziemliche Unordnung schaffen.

Diese Unordnung bezog sich aber nicht nur auf meine äußere Ordnung, z.B. war mein Schreibtisch voll und überall lag Zeug rum, sondern auch auf meine innere Ordnung.

Damit meine ich, dass ich immer wieder neue Projekte gestartet habe, ohne dass die vorherigen wirklich abgeschlossen waren. Ich beschäftigte mich mit neuen fachlichen Themen und sprang von einem Thema zum anderen. So wurde es immer mehr, meine Kopf war voll.

„Zu viel“ an Projekten und
an Zeug belasten mich!

Warum ist das so?

  • Wir lassen uns ständig ablenken von einem vollen Schreibtisch, von Zeug das rumsteht und rumliegt und können nicht fokussiert arbeiten.
  • Wir stehen ständig unter Strom, weil uns die noch nicht abgeschlossenen Themen im Nacken sitzen
    Wir können nur noch schwer abschalten.

Sie merken also, wie sehr uns „das zu viel“ belastet, unproduktiv werden lässt und die Erholung torpediert.

Genau aus diesen Gründen habe ich angefangen, ganz bewusst Platz zu schaffen und zu entrümpeln.

Was spricht für eine Entrümplungsaktion?

 

Grund 1: Entrümpeln im Innen und
Außen macht zufrieden

Im ersten Schritt habe ich mit dem Ausmisten und Aufräumen angefangen. Schritt für Schritt habe ich Schränke, Schubladen und Bücherregale durchforstet und alles sofort entsorgt, was ich schon lange nicht mehr benutzt oder gelesen habe. Es kam sehr viel zusammen!

Meine Bücher brachte ich in einen Diakonieladen, der immer wieder einen großen Bücherflohmarkt veranstaltet. Das hat mich in zweierlei Hinsicht zufrieden gemacht: Mein Bücherregal ist leer und das ist schon optisch ein Genuss und der Diakonieladen kann sogar noch etwas erwirtschaften.

Im zweiten Schritt habe ich mehr im Inneren aufgeräumt und da war und ist mir ein Spruch meines Mannes sehr hilfreich. Er sagte mal zu mir:

„Marieluise, du kannst nicht ständig etwas Neues anzetteln, du musst vorher auch etwas abschließen.“

Dieser Satz klingt mir heute immer noch in den Ohren, wenn ein spannendes Projekt oder Thema vorbeikommt.: „Was muss ich vorher abschließen, damit ich wieder etwas Neues starten kann.“

In der Zwischenzeit habe ich viele kleine und große Projekte abgeschlossen und Ehrenämter beendet.

Jetzt bin ich offen für Neues und ich bin zufriedener geworden.

 

Ein voller Schreibtisch belastet - Zeit nehmen für Entrümpeln

Grund 2: Das Gehirn entrümpeln

Neben dem Entrümpeln von Projekten und dem Ausmisten von Überflüssigem habe ich angefangen, mein Gehirn zu entrümpeln.

Ich sehe schon, wie Sie die Stirn runzeln, wenn Sie das lesen. Sie lesen richtig, ich habe mein Gehirn entrümpelt und alle Aufgaben, an die mich mein Gehirn vorher erinnern musste, in ein sicheres System verfrachtet.

Seit Jahren nutze ich dafür u.a. ein Notizbuch, das für mich mein „externes Gehirn“ geworden ist. Dort schreibe ich alles rein, was ich tun will und muss.

Schon allein das Aufschreiben schafft Platz im Gehirn, jetzt muss sich mein Gehirn nicht mehr alles merken und kann für die wirklich wichtigen Themen auf Hochtouren arbeiten.

Grund 3: Wir füllen wieder lustvoller, weil RAUM da ist!

Wenn Sie Platz schaffen, dann haben Sie Raum, um diesen Raum wieder zu füllen oder aber dafür, die Leere und den Augenblick einfach zu genießen.

Überlegen Sie sich jetzt:

  • Wo sollten Sie im Innen bzw. Außen Platz schaffen?
  • Was können Sie entrümpeln oder aus Ihrem Kopf kriegen?
  • Was wird für Sie besser, wenn Sie diese Aktion wirklich starten?

Wenn Platz da ist, dass haben wir wieder LUST und Muße, den Raum für Neues zu nutzen, das uns erfüllt, inspiriert und ausprobieren lässt.

Viel Spaß beim Platz schaffen!