Kennen Sie auch das Gefühl, dass Ihnen manchmal alles zu viel wird? Sie sich in einem Hamsterrad fühlen und sprichwörtlich den „Wald vor lauter Bäumen“ nicht mehr sehen? Vor kurzem kam eine Frau genau mit dieser Situation zu einem Coaching zu mir. „Marieluise ich habe mir einfach zu viel vorgenommen und kriege nichts mehr vom Tisch. Je mehr ich mich anstrenge, umso mehr bin ich blockiert“. So startet unser Coaching…

Was ist passiert?

Die meisten strengen sich in solchen Situationen an nach dem Motto: „Augen zu und durch!“ Packen alles möglich an und wirbeln von einer Aufgabe zur anderen. Die Folge ist, dass man zwar einiges hinkriegt, sich aber in der Regel noch gestresster fühlt.

Im Folgenden erhalten Sie 8 Tipps, wie Sie wieder den Überblick über Ihre Aufgaben bekommen und was Sie tun können, um Freiräume zu schaffen für Dinge, die Ihnen wirklich wichtig sind.

 

Tipp 1: Innehalten und Stopp setzen!

Das Wichtigste gleich am Anfang: Hören Sie auf nur noch zu rennen, denn wilder Aktionismus verschlimmert die Situation nur noch. Nehmen Sie sich bewusst eine Denk(Aus-)zeit, um wieder den Überblick über Ihre Aufgaben zu bekommen. Nur wenn Sie wieder Ordnung in Ihre Gedankenchaos bringen, werden Sie wieder handlungsfähig.

 

Tipp 2: Notieren Sie alles!

Schreiben Sie alles auf, was Sie gerade am Start haben und damit meine ich alle beruflichen und privaten Aufgaben. Wenn wir nicht alles im Blick haben, dann entsteht Stress im Kopf!

Dieser Schritt ist wichtig, um aus dem subjektiven Gefühl der Überforderung rauszukommen. Wenn alles glasklar da steht, merkt man plötzlich, dass es gar nicht so schlimm ist wie gedacht! Der Überblick ist der wichtigste Schritt, um die Zügel wieder in die Hand zu bekommen.

 

Tipp 3: Gehen Sie klug vor!

Wenn alle Punkte auf dem Tisch liegen, können Sie geplant vorgehen und springen nicht mehr von einem Punkt zum anderen. Ich nenne das auch Verzettelungstasking. Gehen Sie also klug vor und entwickeln Sie z.B. die Gewohnheit morgens oder abends eine Liste zu erstellen und halten Sie auf dieser Liste fest, worauf Sie sich am nächsten Tag fokussieren werden.

Tipp 4: Von der To-Do-Liste zur I-will-Liste!

Wir alle kennen die To-Do-Liste und bei vielen stellen sich die Nackenhaare, wenn sie das Wort schon hören. Es steckt das verflixte: „Das muss ich auch noch machen“ drin! So wird die Zielerreichung zur Anstrengung und Druck erzeugt bekanntlich Gegendruck.

Wenn Sie Ihre Aufgaben wirklich angehen wollen, dann braucht es eine andere Haltung: Vom „To-Do“ zum „I-will“. Durch die einfache Umbenennung entsteht mehr Zugkraft. „Ich werde“ beinhaltet eine Vereinbarung mit uns selbst „Es auch tun zu wollen“ statt nur „zu müssen“.

 

 

Tipp 5: Erledigen Sie „Eins nach dem anderen“!

Wenn Sie Aufgaben wirklich zum Ende bringen wollen, dann ist Fokussieren das Entscheidende, und zwar nicht nur, um Aufgaben zu erledigen, sondern auch um Energie für neue Vorhaben freizusetzen. Es reicht aber nicht einfach aus, sich vorzunehmen fokussiert zu arbeiten, dahinter steckt eine sehr wichtige Strategie: Schließen Sie jede Aufgabe ab, bevor Sie mit der nächsten beginnen! Vielleicht geht Ihnen jetzt durch den Kopf, dass nicht immer die Zeit dazu haben, die Aufgaben ganz zu erledigen.

Kein Problem: Dann überlegen Sie sich doch, was der nächste Schritt ist, um bei dieser Aufgabe voranzukommen und erledigen Sie diesen Schritt.

 

Tipp 6: Setzen Sie sich selbst und anderen Grenzen!

Manchmal ist und bleibt alles zu viel und das trotz bester Organisation, weil andere zu viel von uns wollen oder wir uns selbst zu viel aufgeladen haben.

Hier hilft es nur anderen Grenzen zu setzen und auch mal NEIN zu sagen, um selbst wieder Luft zum Atmen zu bekommen. Das fällt den Harmoniebedürftigen besonders schwer! Sie befürchten, dass sie die Wertschätzung ihres Gegenübers einbüßen.

Halten Sie sich deshalb immer wieder den Satz vor Augen: „Wenn in NEIN sage, dann lehne ich einen Wunsch ab, ich lehne nicht den Menschen ab.“

Tipp 7: Schaffen Sie sich Freiräume, um den Akku wieder zu laden!

Wenn gefühlt oder wirklich alles zu viel wird, dann beginnen wir die Zeit zu reduzieren, in der wir für uns selbst etwas tun, z.B. der Sport wird vernachlässigt oder die Termine mit Freunden eingeschränkt. Aber das ist fatal, denn gerade diese Zeiten sind wichtig, um den Akku wieder aufzuladen und abzuschalten zu können. Tragen Sie sich deshalb Ihre persönlichen Zeiten, also die Zeit, in der Sie etwas für sich tun, genauso in den Kalender ein. Behandeln Sie diesen Termin wie einen Arzttermin, den Sie auch nicht einfach absagen würden. Wenn es Ihnen gelingt, den Akku immer wieder zu laden, dann können Sie auch stressige Zeiten die Ruhe bewahren.

Tipp 8: Entwickeln Sie hilfreiche Gewohnheiten

Schön und gut, Sie haben jetzt ein Bündel an Maßnahmen in diesem Artikel kennengelernt. Aber machen wir uns nichts vor, das Wissen ist selten das Problem, am TUN hakt es und damit an unseren menschlichen Eigenheiten: wir blockieren uns selbst, haben hinderliche Gewohnheiten entwickelt oder erliegen der Aufschieberitis.

Jetzt kommt es auf Sie an!!

Setzen Sie die Tipps Schritt für Schritt um, bis sie wirklich im Alltag funktionieren. In meinen Blogartikeln zum Thema „Gewohnheiten“ finden Sie viele Hinweise darauf, was Sie dabei beachten sollten.

 

Viel Erfolg!

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