„Es gibt für alles eine Lösung.“ Jede gute Führungskraft handelt nach diesem Grundsatz. So richtig und wichtig diese Haltung auch ist: sie greift zu kurz! Ja: Es gibt für alles eine Lösung. Doch eine Lösung ist weder immer die beste Lösung, noch ist sie die effizienteste.

Es geht also darum, jedem Engpass am wirkungsvollsten Punkt anzusetzen. Das stellt sicher, dass die Lösung ökonomisch und schnell umgesetzt werden kann. Leichter gesagt, als getan. Besonders, wenn verschiedene Hierarchie-Ebenen beteiligt sind und gleichzeitig das Tagesgeschäft reibungslos bedient werden muss. „Constraints“ sind Hemmnisse und Begrenzungen!

 

Engpässe im Unternehmen

Vielleicht ist Ihnen die Theory of Constraints (TOC) von Eliyahu M. Goldratt ein Begriff. Auf Deutsch heißt diese auch Engpasstheorie. Salopp ausgedrückt geht es bei der Theory of Constraints darum, das Glied in der Kette zu finden, das die Entwicklung am meisten begrenzt.

Engpasstheorien gehen von zwei wichtigen Kernaussagen aus:

  • Jede lokale Optimierung führt zur Suboptimierung des Ganzen!
  • Jede Arbeit am nicht-wirkungsvollsten Punkt ist vertane Zeit.

Lösungen sind also nur dann wirklich effizient, wenn Sie den Engpass mit Blick auf das Ganze betrachten UND wenn Sie am wirkungsvollsten Punkt ansetzen. Denn die Entwicklung eines Unternehmens wird ausschließlich vom Engpass begrenzt.

Nun sind solche Theorien augenöffnend und nützlich, aber es sind eben auch Theorien. Als lösungsfokussierte Berater sind wir für praxisorientierte, sofort umsetzbare Lösungen! Nutzen Sie die folgenden drei Schritte dafür, Ihre Engpässe zu finden und Lösungen zu entwickeln.

 

Schritt 1: Den Engpass identifizieren

Ein Engpass kann sich auf ganz verschiedene Weise zeigen. Manchmal ist es ein offensichtliches Problem: Umsatz bricht weg, die Herstellung kommt nicht nach, mangelnder Informationsfluss führt zu Mehrarbeit. Ein Engpass zeigt sich meistens dort, wo der Stau am größten ist, zum Beispiel in einer Produktionsstätte als Materialstau oder in der Dienstleistung als Zeitstau – zum Beispiel durch lange Wartezeiten. Bei Mitarbeitern zeigen sich Überlastungssymptome: sehr viele Überstunden, Unzufriedenheit/Demotivation, Konflikte bis hin zum Burnout.

Schritt 2: Die Lösung im Fokus

Jetzt wechseln wir die Sichtweise: Sie schalten um von „Was läuft nicht“ auf „Wie sollte es sein?“. Vergessen Sie langwierige Analysen! In der lösungsfokussierten Beratung, wie wir Sie bieten, lösen wir den Engpass vom Zielbild her. Bei Analysieren versteigt man sich oft in Details und findet einen Sündenbock („Weil der Einkauf das nicht hinkriegt …“).

 

ProblemfokusLösungsfokus
• Was läuft falsch?
• Was muss repariert werden?
• Wer ist schuld?
• Wie sollte es sein?
• Was ist erforderlich?
• Was funktioniert bereits?
Wirkung
• Kontrolle
• Experten wissen es am besten
• Defizite & Schwächen analysieren
• Komplikationen hervorheben
Wirkung
• Fortschritt
• Blick auf bisherige positive Ansätze
• Mitarbeiter sind Experten
• Erkennen von Ressourcen & Stärken
• Einfachheit
• Aktionen klar benennen und umsetzen

 

Gegenüberstellung Problemfokus und Solution Fokus (nach Mark McKergow und Paul Jackson, The Solution Focus)

Sie sehen schon anhand dieser Gegenüberstellung, dass die lösungsorientierten Fragen nicht nur bereits wichtige Ansatzpunkte liefern, sondern in erster Linie dazu dienen, den wirkungsvollsten Punkt herauszuarbeiten. Denn wann immer Sie sich fragen „Wie sollte es sein? Wie komme ich dorthin?“ wird automatisch die Hürde freigelegt.

Schritt 3: Eine mehrgleisige Umsetzung

Es ist eigentlich kurios, dass in den meisten Unternehmen das Lösen von Problemen zu weiteren Schwierigkeiten führt! Wichtige Projekte versacken in Arbeitsgruppen, die Abstimmung zwischen Top-Management, mittlerem Management und Mitarbeitern klappt nicht oder – am allerschlimmsten! – die Kunden leiden, weil die Firma zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist.

Engpässe am wirkungsvollsten Punkt anzupacken, ist das eine. Hand in Hand damit müssen Sie zwei weitere Aspekte dringend im Fokus behalten:

  1. Wie stimmen wir die verschiedenen Hierarchie-Ebenen aufeinander ab, so dass kein Engpass in der Problemlösung entsteht!
    Je umfassender eine Engpasslösung wird, desto mehr Hierarchie-Ebenen sind beteiligt. Damit es hier weder zu zeitlichen Verzögerungen, noch zu doppelter oder unnötiger Arbeit kommt, ist es wichtig, dass Sie vorher überlegen: Wer vom Management muss an welcher Stelle einbezogen werden und in welcher Form. Geht es um das In-formieren, muss Management-Ebene X vorab einen Lösungsschritt absegnen? In un-seren Beratungen arbeiten wir mit so genannten Feedbackschleifen: die Projektgruppe stellt Ergebnisse dem Top-Management vor und das wiederum entscheidet prompt über Machbarkeit beziehungsweise zeigt Alternativen auf.
  2. Was macht das restliche Unternehmen, während sich eine Gruppe um die Lösung kümmert?
    Hier muss überlegt und vereinbart werden, wer wofür verantwortlich ist: Wer sichert das Kerngeschäft? Wer beginnt mit dem Entrümpeln? Wer optimiert in welcher Weise vorhandene Ressourcen?

Dieser dritte Schritt ist eine der wichtigsten Erfolgsfaktoren dafür, dass Ihre Arbeit am wirkungsvollsten Punkt rundherum Früchte tragen kann.

Sie sehen: mit „Solution Focus for Constraints“…

  • kommt Ihr Unternehmen sofort ins TUN!
  • nutzen Sie die Potenziale Ihrer Mitarbeiter
  • konzentrieren Sie sich auf wertschöpfende Aktivitäten!

 

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