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Der Spagat zwischen Berufs- und Privatleben wird immer schwieriger. Ständig wachsende Leistungsanforderungen und Zeitdruck im Beruf werfen ihre Schatten auf das Privatleben. Gleichzeitig nehmen wir den privaten Stress – wie Konflikte in der Partnerschaft oder Familie – mit in den beruflichen Alltag. All das macht unausgeglichen und lässt uns schnell in das gefürchtete Hamsterrad kommen. Die Folge: Leistungsabfall, Unzufriedenheit und Unausgeglichenheit.

Das Ideal: Sie haben die Zügel in der Hand!
Sie können aktiv genau die richtige Work-Life-Balance herstellen, die Sie brauchen, um beschwingt und kraftvoll durchs (Berufs)Leben zu gehen.

 

Was ist Work-Life-Balance eigentlich genau?

In den letzten Jahren ist der Begriff der „Work-Life-Balance“ allgegenwärtig geworden. Leider wird er oft nur als Synonym für Ausgleich, Pausen und Wellness genutzt, doch es geht um sehr viel mehr: Bei Work-Life-Balance geht es um einen gelungenen Mix, ein ausgewogenes Verhältnis all der Faktoren, die unser Leben ausmachen: Familie, Freunde, Arbeit, Gesundheit, Ehrenamt, Werte, Finanzen, Hobbys…

Gar kein so leichtes Unterfangen! Wenn wir das mit der „Balance“ einmal wörtlich nehmen, so geht es bei der Work-Life-Balance darum, bewusst einen Lebensmix herzustellen, der ein zufriedenes Leben ermöglicht. Es geht also darum, bewusst Prioritäten zu setzen, die sich je nach Lebenssituation und –phase immer wieder ändern können.

Es gibt kein Patentrezept! Denn das Leben ist ja nicht statisch, sondern es stellt uns jeden Tag vor neue Aufgaben, Unvorhergesehenes und das eine oder andere Problem. Und als ob das noch nicht genug wäre, kommt die Fremdbestimmung von Chefs, Kollegen, Kunden, Familie, Freunden, Kindern sowie von äußeren Umständen (etwas geht schief, jemand wirkt krank) noch dazu.

Trotzdem gibt es Faktoren, die langfristig nicht zu kurz kommen sollten und oft merkt man es oft zu spät, wenn etwas ganz gehörig aus dem Ruder gelaufen ist: ständig Streit zu Hause, weil die Nerven einfach zu dünn sind, im Extremfall zerbricht die Beziehung, der Körper rebelliert, der Job ist weg, weil zu viel Fehler passieren, die Freunde sind nicht mehr da.

 

Burnout – wenn das Leben auf dem Ruder läuft…

Gerade Männer und Frauen mit Familie sind Lebensjongleure und haben viele „Bälle“ gleichzeitig in der Luft: Arbeit, Haushalt, Kinder, Pflege der Eltern, Ehrenämter… Das Haushalten mit den eigenen Kräften kommt dabei oft zu kurz!

Wer wiederholt und dauerhaft über die eigenen Leistungsgrenzen geht, nicht für ausreichend Entspannungs- und Erholungsphasen sorgt, steht in der Gefahr auszubrennen. Heute wird das auch als Burnout bezeichnet, den Zustand des körperlichen und seelischen Ausgebranntseins.

 

Wen trifft es besonders?

  • Die besonders Tüchtigen
  • Menschen mit einem ausgeprägten Pflichtbewusstsein
  • Kopfmenschen, die ihre Gefühle unterdrücken
  • Ich-muss-perfekt-sein-Menschen

 

Warnsignale, dass Sie über Ihre Leistungsgrenzen hinaus aktiv sind:

  • Körperliche Anzeichen, wie z. B. häufige Erschöpfung und chronische Müdigkeit.
  • Beschwerden und Erkrankungen, wie z. B. Kopfschmerzen, häufige Erkältungen, Magen- oder Verdauungsbeschwerden, Ekzeme und Allergien.
  • Aggressionen und ungehaltene Reaktionen anderen Menschen gegenüber.
  • Unzulänglichkeitsgefühle, negative Einstellung zur eigenen Leistung und Person.
  • Depressive Verstimmung und Angstzustände.

 

Soweit soll es erst gar nicht kommen! Und wenn Sie schon an negativen Folgen zu knabbern haben, dann heißt es raus aus dem Loch und wieder aufpäppeln. Es ist nie zu spät!

Für Ihren Gleichgewichtssinn hilft eine einfache Skala!

Sie sind Ihr eigener bester Maßstab dafür, ob alles im Lot ist. Und Sie wissen es auch am besten, wenn die Balance gestört ist. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich, Ihre Bedürfnisse und Wünsche, ernst nehmen. Ein sehr einfaches Mittel ist dabei die Einschätzung auf einer Skala:

  1. Wie zufrieden bin ich mit meinem Leben?
    Wo stehe ich auf einer Skala von 1- 10, wobei 10 für „Ich bin absolut zufrieden/besser könnte es gar nicht sein“ und 1 für „Ich bin sehr unzufrieden und unglücklich mit meinem Leben“ steht.
  2. Was trägt alles dazu bei, dass Sie sich diese Bewertung gegeben haben?
    Überlegen Sie sich nun: Was funktioniert schon gut? Womit sind Sie zufrieden?
  3. Was müsste sein, damit Sie sich eine „10“ geben?
    Stellen Sie sich nun die Frage: Mal angenommen, Sie stünden auf der 10, was wäre dann anders? Woran würden Sie das erkennen?
    Vergessen Sie bitte für die Antwort auf diese Frage alles, was „einfach nicht geht“ oder sonstige Hindernisse. Sie begeben sich auf den Pfade zu mehr Zufriedenheit und Glück in Ihrem Leben.
  4. Und die letzte wichtige Frage lautet: Wie könnte ich von meiner Bewertung in Richtung „10“ kommen? Denken Sie dabei nicht „von Null auf 100“, sondern wenn Sie sich eine „5“ gegeben haben, dann fragen Sie sich: „Was könnte ich tun, damit ich mir eine „6“ gebe?

 

Tipp: Am Ende des Artikels können Sie sich ein Formular dazu herunterladen!

 

Work-Life-Balance

Was brauche ich für (m)eine Work-Life-Balance?

Selbstmanagement ist das Handwerkszeug der Work-Life-Balance. Es gibt fünf Fähigkeiten, die Ihnen ganz besonders nützlich sind, um eine gesunde und individuelle Work-Life-Balance-Strategie zu erreichen:

1. Den Überblick behalten

Work-Life-Balance hat sehr viel damit zu tun, wie es mir gelingt, den Überblick über alle Aufgaben zu behalten: die Aufgaben im Job, im Ehrenamt, die Termine der Kinder, die persönlichen Termine …

Dennoch kann man das Überblick verschaffen und –behalten mit entsprechenden Werkzeugen erleichtern und verbessern, zum Beispiel:

  • Notizbuch: Schaffen Sie sich ein Notizbuch an und schreiben Sie alle Ideen, Gedanken und Aufgaben in das Buch. Der erste wichtige Schritt ist, den Kopf zu leeren.
  • 2-Minuten-Regel: Erledigen Sie alle Aufgaben, die 2 Minuten oder weniger Zeit brauchen sofort!
  • Ablage: Schaffen Sie eine übersichtliche und klar strukturierte Ablage, damit Sie Dinge schnell wiederfinden!

 

2. Die Lebensvision im Auge

Die Vorstellung eines zufriedenen Lebens hat eine magische Anziehungskraft und richtet die Aufmerksamkeit auf das aus, was Sie sich wirklich für Ihr Leben wünschen. Einer meiner Lieblingssätze ist von Mark Twain:

„Wer nicht weiß wohin er will, braucht sich nicht zu wundern, wenn er woanders ankommt.“

Eine kleine Übung: Stellen Sie sich vor, Sie feiern Ihren 75. Geburtstag. Viele Verwandte, Freunde, Begleiter Ihres Lebensweges sind gekommen. Man lässt Sie hochleben, und es gibt verschiedene Redner, die eine Laudatio halten: Ihr Ehepartner, Ihr ehemaliger Chef/Chefin, Ihre Kinder, ein Freund und der Nachbar. Was sollen diese ehrlich über Sie sagen? Was hat Sie ausgezeichnet? Sollten Sie nicht verheiratet sein oder keine Kinder haben, ersetzen Sie die Personen einfach durch andere, die in Ihrem Leben eine Schlüsselrolle spielen. Nehmen Sie ein Blatt und setzen Sie die Geburtstagsreden auf.

 

3. Entscheidungen treffen

Work-Life-Balance hat viel mit Entscheidungen zu tun, denn auch bei bester Planung haben wir nur ein bestimmtes Maß an Zeit und Kraft. Deshalb ist es umso wichtiger sich bewusst zu entscheiden, wie Sie die Zeit verbringen, wie ihre Prioritäten aussehen. Viele Menschen delegieren Entscheidungen an andere – den Chef, den Partner, die Freunde … Die Gründe dafür sind vielfältig: man ist es nicht gewohnt, selbst zu entscheiden; andere sind dominanter; Verpflichtungen oder ein großes Harmoniebedürfnis sorgen dafür, dass man zurücksteckt; manchmal ist man auch einfach zu müde oder überfordert und reagiert nur noch.

Work-Life-Balance heißt, das Leben selbst bewusst zu gestalten. Natürlich: im Einklang mit anderen. Doch es ist IHR LEBEN. Leben Sie es so, dass Sie glücklich sind, dass Sie Kraft und Freude spüren – denn, wenn es Ihnen gut geht, geht es auch anderen gut.

 

4. Nein-Sagen

Nein-Sagen fällt vielen Menschen sehr schwer. Manchmal können wir uns privat wunderbar durchsetzen, aber ziehen beruflich keine Grenzen – oder umgekehrt. Dazu gehört, dass Sie Ihre Grenzen kennenlernen, sie genau ausloten und anderen auch klar mitteilen.

Der Gedanken, nein zu sagen, löst bei vielen die Befürchtung aus, dass andere sauer sind, dass etwas Schlimmes passieren könnte. Doch tatsächlich ist es für jeden Menschen völlig normal, auch einmal eine Grenze aufgezeigt zu bekommen. Beim Nein sagen geht es darum, freundlich und klar … aber auch bestimmt … zu sein. Dass das Umfeld manchmal erstmal etwas erstaunt reagiert, gerade wenn Sie bisher immer JA gesagt haben, ist völlig normal. Sie werden sich alle schnell daran gewöhnen.

Wenn Sie zu den chronischen Ja-Sagern gehören, fragen Sie sich:

  • Welche Konsequenzen hat es, wenn ich weiterhin nicht Nein sage?
  • Wie wirkt sich das auf meine Gesundheit, meine Partnerschaft, das Verhältnis zu Kollegen etc. aus?

Wer „Ja“ sagt, obwohl er „Nein“ sagen möchte, lebt gegen seine Bedürfnisse und wird das anderen mit der Zeit ganz schön nachtragen.

 

5. Ihre Haltung ist wichtig!

Wenn wir von einer engen Verzahnung von Arbeit und Privatleben ausgehen, dann ist es wichtig, die Lebenszeit möglichst positiv zu gestalten.

Beginnen Sie mit kleinen Schritten
Es ist ganz menschlich, oft nur auf Hürden und Probleme zu sehen. Doch das hilft uns nicht weiter! Gewöhnen Sie es sich an, auf Lösungen zu schauen: Aha, das ist das Problem … wie könnte ich es lösen? Wie würde es besser/einfacher/schöner gehen? Wann war es schon ein-mal besser? Was hat in der Situation funktioniert?

Das Gute: Wir können entscheiden, wie wir Dinge bewerten und empfinden. Wir können unser Augenmerk auf die Dinge lenken, die trotz allen Schwierigkeiten funktionieren oder uns permanent mit dem aufzuhalten und uns darüber zu ärgern, was nicht funktioniert. Das heißt nicht, sich die Dinge schönzureden oder das, was nicht läuft, zu verdrängen. Es heißt nur, dass Sie sich einen ausgewogenen Blick bewahren und das, was gut läuft, nicht hintenrunter fällt!

Der Weg der kleinen Schritte: Gewohnheiten & Co.

Wenn Sie erkannt haben, dass es gut ist, etwas zu verändern, dann beginnen Sie mit kleinen, machbaren Schritten.

Nichts muss von heute auf morgen passieren!

Denken Sie an die Skala! Sie können dieses wunderbare Selbstmanagement-Werkzeug auch vielseitig einsetzen. Vielleicht möchten Sie neben der Gesamt-Lebenseinschätzung eine weitere Skala speziell für Ihren Beruf, für Ihre Familie oder für sich selbst einsetzen?

Sehr hilfreich ist der Aufbau von Gewohnheiten. Nehmen Sie sich pro Monat eine Gewohnheit vor, die Sie aufbauen wollen – nur eine! – zum Beispiel mittags eine ausgewogene Mahlzeit essen oder beim Mittagessen mit Kollegen nicht über die Arbeit sprechen, nur noch zwei Tassen Kaffee am Tag trinken, eine Viertelstunde in Ruhe auf dem Balkon zu sitzen, einmal nicht gleich „Ja“ zu rufen, son-dern sich zumindest Bedenkzeit zu erbitten.

Und dann etablieren Sie diese kleine Sache. So geht es Schritt für Schritt voran!

 

Was tun Sie für Ihre Work-Life-Balance? 

Fangen Sie gleich an, eine der Strategien umzusetzen!