Wir alle kennen das, wir wissen ganz genau, dass es nötig ist, endlich ins TUN zu kommen. Dennoch kommen wir nicht in die Pötte und verpassen dadurch Chancen, die sich durch unser Tun ergeben hätten. Vielleicht geht es längst darum, die Akquiseaktivitäten anzukurbeln, um im nächsten Jahr genügend Aufträge zu haben oder ein überfälliges Gespräch mit dem Vorgesetzten zu führen, um Perspektiven für die eigene berufliche Entwicklung auszuklopfen.

 

Warum fällt es uns so schwer, ins TUN zu kommen?

Wenn ich davon spreche, dass wir nicht ins Tun kommen, dann betrifft das in der Regel nur bestimmte Themen. Meistens sind es Dinge, die neu oder unangenehm sind oder bei denen wir einigen Mut brauchen, um dranzugehen.

Es sind Themen, die außerhalb unserer Komfortzone liegen. Die Komfortzone ist der Bereich in unserem Leben, der uns Sicherheit gibt und Vertrautheit schafft, weil er uns vertraut ist. Alles, was neu und unbekannt ist, verursacht Bauchgrummeln.

In meinen Seminaren geht es beispielsweise immer wieder darum, wie wichtig es ist, anderen Grenzen zu setzen, anstatt gefühlt nach deren Pfeife zu tanzen. Obwohl es total klar ist, dass der Schritt wichtig ist, bremst das Gefühl nach Sicherheit aus. Weil ich nicht weiß, was werden die anderen wohl sagen oder tun, wenn ich das nicht mache. Aus meiner Sicht bremsen wir uns da oft unnötig aus, es passiert nämlich viel weniger, als wir denken!

Dem Sicherheitsbedürfnis ein Schnippchen schlagen!

Damit Sie die Bremse lösen und wirklich ins Tun kommen brauchen Sie vier Dinge:

  • den Willen
  • eine attraktive Zielvorstellung
  • Zuversicht
  • die Klarheit über den nächsten Schritt

 

1. Wir brauchen den Willen dazu, etwas verändern zu wollen:

Viele reden zwar darüber, dass es gut wäre, aber das hat nichts mit dem Willen zu tun! Machen Sie sich klar, wie stark wollen Sie das wirklich. Dafür können Sie für sich eine einfache Skala von 1 – 10 nutzen. Überlegen Sie: Wie groß ist Ihr Wille, diese Sache wirklich anzugehen. Die Zahl 10 steht dafür, „Ihr Wille ist maximal groß“ und die Zahl 1 steht für das krasse Gegenteil.

2. Wir brauchen eine attraktive Zielvorstellung:

Wenn das Ziel nicht attraktiv ist, dann gewinnt das Sicherheitsbedürfnis die Überhand. Und wie können Sie überprüfen, ob die Zielstellung attraktiv ist? Stellen Sie sich folgende Frage: Was wird besser, wenn Sie diesen Schritt getan haben? Bleiben Sie hartnäckig und forschen Sie weiter: Was noch? Was noch?

3. Wir brauchen die Zuversicht in die Machbarkeit:

Die Zuversicht ist eine sehr wichtige Stellgröße, um dem Sicherheitsbedürfnis ein Schnippchen zu schlagen. Je geringer die Zuversicht in die Machbarkeit ist, umso mehr überwiegt das Sicherheitsbedürfnis. Überlegen Sie sich deshalb: Was macht Sie zuversichtlich, dass dieser Schritt gelingen kann?

4. Wir brauchen die Klarheit über den nächsten Schritt:

In meinen Seminaren erlebe ich immer wieder, dass sich die Teilnehmer sehr viel vornehmen und viel zu große Vorhaben anpacken wollen. Je nach Umsetzungstyp erlebt das Sicherheitsbedürfnis einen wahren Schub. Für viele sind die Schritte, die sie machen müssten zu groß. Deshalb lege ich großen Wert darauf, dass sich meine Teilnehmer über den nächsten Schritt klar werden. Es ist eine schlaue Strategie, die Komfortzone schrittweise zu erweitern und nach und nach immer mehr Neuland zu betreten.

 

Wo haben Sie ein Thema, das Sie schon angehen wollen?

Nutzen Sie die beschriebenen vier Schritte und schlagen Sie Ihrem Sicherheitsbedürfnis ein Schnippchen.

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